Mixed Reality: Was meint Microsoft damit?

Die neuen Headsets für Windows Holographic werden von Microsoft als sogenannte Mixed-Reality Headsets verkauft. Aber wieso sollen die Headsets überhaupt Mixed Reality Fähig sein? Gegenüber dem deutschen Portal heise.de hat sich Microsoft nun erklärt, warum es nicht einfach Virtual Reality Brillen sind.

Bei Mixed Reality handelt es sich im eigentlichen Sinne um ein Hybrid aus einer VR und einer AR-Technologie. Bei den Headsets die von Lenovo, Acer, Asus, HP und Dell produziert werden,erkennt man auf den ersten Blick in jedem Fall nicht warum es sich um Mixed Reality handeln soll. Das dachte man sich wohl auch bei heise.de und fragte bei Greg Sullivan, seines Zeichens der „Director of Communications for Mixed Reality“ bei Microsoft, nach. Der Clu an den Mixed-Reality-Brillen sei, dass sie Positionstracker besäßen. Durch diese Tracker können sie den Boden des aktuellen Raums erkennen. Dies stünde im Gegensatz zu anderen Headsets die „lediglich“ Kopfbewegungen erfassen würden. Demnach sind die Positionstracker der Schlüssel für die Mixed-Reality-Bezeichnung. Es geht also insgesamt um das Inside-Out-Tracking, welches die Position erkennen kann. Sullivan schließt Brillen wie Samsung Gear VR und die Google Daydream damit von Mixed-Reality aus. Die Bezeichnung von MR wird für die User vermutlich eher für Verwirrung sorgen, wenn durch das Darstellungsprinzip nur bestimmte Inhalte für die MR-Brillen geeignet sind. Denn bisher gibt es eigentlich nur AR und VR-Content. Unserer Meinung nach fehlen für Mixed Reality auch noch die tatsächlichen „Realen“ Elemente die die AR von der VR konkret unterscheiden. Das Positionstracking alleine für die Mixed-Reality zu benennen ist unserer Meinung nach ein wenig dünn.

Die angekündigten MR-Headsets werden voraussichtlich im Oktober erscheinen und sind bisher ab 350 Euro zu haben (zumindest die von Lenovo und Asus).

Quelle des Bildes: Microsoft

Author: Augment3D

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