Stasi-Erlebnisse mit Virtual Reality

Vor ein paar Wochen ging es hier um Everest VR. Es geht hierbei darum, geschichtliche Ereignisse durch Virtual Reality zu verdeutlichen.Mit einer sehr realistischen audiovisuellen VR-App sollen nun Erfahrungen von ehemaligen Strafgefangenen in der DDR verdeutlicht werden. Innerhalb der App wird auf reale Tondokumente von Verhören zurückgegriffen.

Die Umgebung in der sich der Träger der VR -Headsets befindet, ist einem historischen Verhörraum der Stasi nachempfunden. Im Raum erlebt man dann in der Rolle des Bobachters einen Mitschnitt aus einem Verhört von 1989. Der Beschuldigte soll Republikflucht in der DDR begangen haben und wird dazu ausgefragt. Die Tonaufnahmen sind Originale aus dem Stasi-Archiv. Erstellerin des Konzepts ist Jana Wuttke. Sie hat über 60 Stunden Audiomaterial der Stasi durchforstet und hat verschiedene Aufnahmen zusammengestellt um dem Betrachter ein möglichst realistisches Szenario der beklemmenden Situation darstellen zu können. Im Deutschlandradio Kultur wurde das Konzept vor ein paar Tagen vorgestellt.

Um das Ganze zu nutzen muss man sich nur die App für Android oder iOS herunterladen, Kopfhörer anschließen und die App dann im VR-Headset der Wahl starten. Das kann schon ein Google Cardboard sein. Durch den VR-Effekt soll dieses dunkle Kapitel der Geschichte greifbarer gemacht werden. Der Beobachter ist mit den Gefangenen und Stasimitarbeitern in einem Raum und nimmt die Situation so wahr als würde sie gerade passieren. Es ist laut einem Bericht des Deutschlandfunks eine beklemmende Erfahrung. Trotz ihres düsteren Charakters halten wir sie für sinnvoll um besonders jüngeren Menschen Geschichte näher zu bringen.

Quelle des Bildes: Deutschlandradio Kultur

Author: Augment3D

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