Muse: Stressregulierung via Wearable

Es geht bei den meisten Wearables um das Messen der sportlichen Aktivität sowie der Analyse zur Verbesserung der körperlichen Leistungen. Muse aus Kanada geht da etwas anders vor und ist auch kein wirkliches Fitnesswearable. Es geht um allgemeine Stressregulierung, sowie auch der Schaffung einer positiveren Attitüde.

Verantwortlich für das entsprechende Wearable, in diesem Fall ein Headband, ist das kandadische Start Up InteraXon. Das Band zeichnet die Hirnaktivität auf. Konkret handelt es sich bei der Aufzeichnung um die EEG -also die Methodik der Elektroenzephalografie. Mithilfe einer zusätzlichen App können die entsprechenden Ergebnisse der Hirnaktivität abgerufen werden. Die Signale die vom Gehirn ausgesendet werden hört der Benutzer in Form des Geräuschs, wenn Wellen an eine Brandung brechen. Entsteht beim Träger ein größeres Stresslevel, so wird das Geräusch lauter. Bereits seit 2014 ist das Headband durch Indiegogo finanziert. Jetzt scheint das Produkt durch die Decke zu gehen. Es bekommt besonders aus dem Universitätsbereich besonders gute Kritiken. Jay Vityarthi. Chef des „User Experience Design“ von Muse erklärt das Konzept von Muse, als eine Art Lernprozess für das Gehirn. Das Gehirn lernt besser mit mentalem Stress umzugehen. Dies passiert nicht von heute auf morgen sondern stellt sich erst nach einer Weile ein. Wie auch beim Sport muss man sich in diesem Fall geistig „betätigen“. Als kritisch wird von verschiedener Seite angemerkt, dass das Gerät einen Erwartungsdruck auslösen könnte, welcher sich eher kontraproduktiv auf das Stressempfinden auswirken würde. Insgesamt ist aber wohl die mentale Entspannung, wie vieles Andere auch, eine Sache von Übung -und dabei kann Muse durchaus hilfreich sein.

Das Headband gibt es mittlerweile in der zweiten Version (2.0) und ist für etwa 300 Euro erhältlich.

Quelle des Bildes:choosemuse.com

Author: Augment3D

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